Sport-Guide
Wassersport am Attersee - Mehr als nur Baden
Segeln, SUP, Tauchen und mehr
Sport-Guide
Segeln, SUP, Tauchen und mehr
Der Attersee ist nicht nur zum Anschauen da. Klar, das Wasser ist schön. Aber man kann auch was damit machen. Segeln, paddeln, tauchen - der See hat für jeden was. Ich hab einiges ausprobiert und erzähl mal, was sich lohnt.
Am Attersee wird seit über hundert Jahren gesegelt. Schon die Wiener Sommerfrischler haben hier ihre Boote gehabt. Und ich versteh warum.
Der Wind ist berechenbar. Ab spätem Vormittag kommt der "Rosenwind" aus Nordwesten. Nicht zu stark, nicht zu schwach. Perfekt für einen Nachmittagstörn. Morgens ist es oft spiegelglatt - gut zum Baden, schlecht zum Segeln.
Der See ist groß genug, dass man richtig segeln kann (20 km lang!), aber klein genug, dass man nicht stundenlang unterwegs sein muss. Man kreuzt von Bucht zu Bucht, legt zwischendurch an, springt ins Wasser. So muss das sein.
Mehrere Segelschulen gibt's hier. Kurse für Anfänger, für Kinder, für alle. Einen Führerschein braucht man am Attersee nicht (unter 20 PS). Aber man sollte schon wissen, was man tut. Bei Gewitter wird's schnell ernst.
Wer segeln kann: Boote gibt's zu chartern. Kleine Jollen ab 150 Euro am Tag, größere Kielboote entsprechend mehr. Vorher reservieren, besonders im Sommer.
Stand-Up-Paddling ist überall. Auch am Attersee. Und ich muss sagen: Macht Spaß. Mehr als ich dachte.
Der Trick: Früh raus. Morgens, wenn der See noch glatt ist wie ein Spiegel. Da gleitet man dahin, schaut auf die Berge, hört nix außer dem Paddel im Wasser. Fast meditativ. Ab Mittag wird's welliger - für Anfänger dann schwieriger.
Gute Strecken:
Ausleihen: Fast jedes Strandbad hat Boards. 15-20 Euro die Stunde, 40-60 für den halben Tag. Oder ein eigenes kaufen - aufblasbare gibt's ab 300 Euro, rechnet sich schnell.
Das wissen viele nicht: Der Attersee ist ein richtig gutes Tauchrevier. Die Sicht ist oft 15-25 Meter. In Mitteleuropa! Das ist schon was.
Der See geht runter bis 169 Meter. Kalt wird's auch - unter 20 Meter hat's selbst im Sommer keine 10 Grad. Nix für Warmduscher. Aber was man sieht, lohnt sich.
Die bekanntesten Einstiege: Schwarze Brücke bei Weyregg (einfach, für Anfänger), Alexenau (Steilwand), Kohlbauernaufsatz (tief, für Erfahrene).
Infos und Tauchbasen findest du beim Österreichischen Tauchverband (EOBV). Die kennen sich aus.
Wichtig: Der See ist tief und kalt. Trockentauchanzug für tiefere Tauchgänge, ordentliche Ausbildung. Das ist kein Baggersee.
Wer lieber im Boot sitzt als drauf steht. Kajak geht auch gut hier. Man paddelt am Ufer entlang, entdeckt versteckte Buchten, legt an wo man will.
Schöne Tour: Von Seewalchen nach Kammer und zurück. Etwa 8 km, 2-3 Stunden. Beim Schloss Pause machen, Kaffee trinken, zurückpaddeln.
Für die Harten: Einmal rum um den See. 50 Kilometer. Einen langen Tag oder zwei gemütliche.
Gibt's auch, aber eingeschränkt. Motorboote sind nur in bestimmten Zonen und zu bestimmten Zeiten erlaubt. Der See soll ja für alle da sein, nicht nur für die Lauten. Frag bei den Anbietern vor Ort, wo und wann was geht.
Wetter: Kann schnell umschlagen. Gewitter kommen manchmal aus dem Nichts. Immer Wetterbericht checken. Bei Blitz: Raus aus dem Wasser. Sofort.
Wassertemperatur: Im Hochsommer 22-24 Grad oben. Drunter wird's schnell kälter. Für längere Sessions oder wenn man reinfallen könnte: Neopren mitnehmen.
Bootsverkehr: Es fahren auch Schiffe hier. Und Motorboote. Als SUPler oder Schwimmer immer aufpassen. Gut sichtbar bleiben.
Der Attersee kann mehr als nur baden. Ob gemütlich paddeln oder in die Tiefe tauchen - für jeden ist was dabei. Das Wasser ist klar, die Landschaft schön, die Infrastruktur passt. Am besten einfach ausprobieren. Ich hab mit SUP angefangen und bin hängengeblieben. Mal sehen, ob ich mich noch ans Tauchen traue.