Ausflug-Guide
Tagesausflüge vom Attersee
Hallstatt, Salzburg und mehr - was man in einem Tag schafft
Ausflug-Guide
Hallstatt, Salzburg und mehr - was man in einem Tag schafft
Das Gute am Attersee: Er liegt mittendrin. Hallstatt? 45 Minuten. Salzburg? Knapp eine Stunde. Bad Ischl, St. Wolfgang, Mondsee - alles easy erreichbar. Man kann also am See wohnen und trotzdem die halbe Region erkunden. Hier meine Tipps, was sich lohnt. Und was vielleicht nicht.
Fahrzeit: 45 Minuten
Ich sag's direkt: Hallstatt ist überlaufen. Im Sommer schieben sich die Touristen durch die Gassen, überall Selfie-Sticks, manchmal kommt man kaum durch. Die Chinesen haben das Dorf sogar nachgebaut bei sich. So weit ist es gekommen.
Trotzdem. Das Dorf ist wirklich schön. Und wenn man's richtig macht, lohnt sich's.
Früh. Ich mein richtig früh. Um 7:30 da sein. Dann hast du den Marktplatz fast für dich. Eine Stunde Zeit für Fotos und Ruhe. Ab 10 wird's voll, dann nichts wie weg.
Wenn's voll ist: Hoch zu den Salzwelten. Die Bergwerk-Führung ist gut, und oben ist weniger los. Der Skywalk mit Blick über den See lohnt auch.
Parken: P1 am Ortseingang. 8-10 Euro am Tag. Am Wochenende im Sommer: Vor 9 Uhr da sein. Sonst parkst du in Obertraun und fährst mit dem Schiff rüber - auch nett eigentlich.
Fahrzeit: 50 Minuten (Auto) oder Zug ab Attnang-Puchheim
Salzburg ist groß. Für einen Tag muss man sich beschränken. Aber das ist okay - dann kommt man halt nochmal.
Getreidegasse (Mozarts Geburtshaus ist da), Festung Hohensalzburg (mit der Bahn rauf, toller Blick), Mirabellgarten. Das schafft man gut an einem Tag mit Mittags- und Kaffeepause.
DomQuartier (überraschend gut), Stift St. Peter (ältestes Restaurant Europas - ob's stimmt?), Hangar-7 am Flughafen (Red Bull Sammlung, auch für Nicht-Motorsportfans interessant).
Haus der Natur. Punkt. Eins der besten Naturkundemuseen, die ich kenn. Aquarium, Dinos, Sachen zum Anfassen. Da gehen locker 3-4 Stunden drauf.
Tipp: Mit dem Zug fahren. Kein Parkplatzstress, kein Stau. Ab Attnang-Puchheim geht's direkt durch.
Fahrzeit: 25 Minuten
Der kleine Bruder von Hallstatt. Auch touristisch, aber entspannter. Bekannt durch das "Weiße Rössl" - das Hotel aus der Operette gibt's wirklich.
Die alte Zahnradbahn auf den Schafberg. 1.783 Meter, oben siehst du sieben Seen. Die Fahrt allein ist schon ein Erlebnis. 40 Minuten rauf, dann oben rumlaufen, die Aussicht genießen, was essen.
Wichtig: Tickets vorher online kaufen! Im Sommer steht man sonst ewig an oder kriegt gar keinen Platz. Und oben kann's kalt sein - Jacke einpacken.
Die Wallfahrtskirche im Ort ist auch sehenswert. Der Pacher-Altar ist berühmt. Kurz reinschauen kostet nix.
Fahrzeit: 30 Minuten
Die Kaiserstadt. Franz Joseph hat hier Urlaub gemacht - und hier wurde der Erste Weltkrieg erklärt. Keine fröhliche Geschichte, aber historisch wichtig.
Heute ist Bad Ischl gemütlich. K.u.k.-Charme, schöne Häuser, entspannte Atmosphäre.
Kaiservilla: Die Sommerresidenz. Interessant wenn man auf Geschichte steht, für Kinder eher langweilig.
Konditorei Zauner: DIE Konditorei vom Salzkammergut. Zaunerstollen, Ischler Törtchen - das muss man probiert haben. Nicht billig, aber gut.
Kurpark: Nett zum Spazieren. Besonders wenn's regnet - man kann auch unter Dach flanieren.
Fahrzeit: 30 Minuten
Gmunden liegt am Traunsee, dem Nachbarn vom Attersee. Bekannt für Gmundner Keramik - das grün-weiß geflammte Geschirr kennt man.
Schloss Ort: Das Schloss auf der Insel. Eines der meistfotografierten Motive Österreichs. Kurzer Spaziergang über die Holzbrücke, Foto machen, fertig.
Keramikmanufaktur: Werksverkauf mit günstigeren Preisen. Wer Geschirr braucht oder ein Mitbringsel sucht - hier wird man fündig.
Fahrzeit: 15 Minuten
Quasi ums Eck. Im Ort Mondsee wurde die Hochzeitsszene von "Sound of Music" gedreht. Die Amerikaner pilgern deshalb in die Basilika.
Abgesehen davon: Netter kleiner Ort, in einer Stunde durchgeschlendert. Gut kombinierbar mit Baden im Mondsee oder einer Wanderung.
Für Leute mit Zeit und Auto. Die Mautstraße von Strobl nach Abtenau. Eine der schönsten Panoramastraßen Österreichs. Almwiesen, Berggipfel, kaum Verkehr. Oben gibt's Gasthäuser mit irrer Aussicht.
Nix für Eile. Aber genau das ist ja der Punkt.
Timing: Im Sommer unter der Woche losfahren statt am Wochenende. September statt August. Früh morgens statt mittags.
Salzkammergut-Card: Wenn du mehrere Ausflüge planst - anschauen. Gibt Ermäßigungen bei vielen Attraktionen.
Schlechtwetter: Salzburg (viele Indoor-Sachen), Salzwelten Hallstatt (unter Tage ist's egal), Gmunden (Keramikfabrik, Kaffeehaus).
Vom Attersee aus hast du das halbe Salzkammergut vor der Tür. Kultur in Salzburg, Postkartenmotiv in Hallstatt, Bahnnostalgie am Schafberg - für jeden was dabei. Und abends kommst du zurück an deinen See. Ruhiger als in den Touristenhochburgen. Das Beste aus beiden Welten, würd ich sagen.